Memorijalna cjelina naselje Lipa (Gedenkstätte Siedlung Lipa)
Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns im Jahr 1919 fiel das
Gebiet des Liburnischen Karsts an das Königreich Italien und kam nach der
italienischen Kapitulation 1943 unter deutsche Besatzung. General Ludwig Kübler
erließ damals einen Befehl, wonach jede Unterstützung der Partisanen mit der
Todesstrafe geahndet wurde – ein Dokument, das heute in der Dauerausstellung
des Zentrums ausgestellt ist. Das Dorf Lipa, das sich auf die Seite der
Partisanen stellte, wurde zum Ziel der Besatzer. Während des Feldzugs am 30.
April 1944 töteten deutsche Soldaten Zivilisten, plünderten und brannten das
Dorf nieder, wobei sie alles fotografisch festhielten. Dank des Mut einer
Angestellten eines Fotogeschäfts in Ilirska Bistrica wurden die Fotografien
gerettet, die heute Zeugnis von diesem Verbrechen ablegen. Rund einhundert
überlebende Bewohner von Lipa bauten nach dem Krieg ihre Häuser und ihr Leben
wieder auf. Im Jahr 1945 wurde mit Branko Afrić das erste Nachkriegskind
geboren, und 1965 wurde der Fonds für den Wiederaufbau von Lipa gegründet.Das Dorf Lipa ist als Gesamtanlage von besonderer
historischer Bedeutung im Zusammenhang mit faschistischen Verbrechen
registriert. In Lipa befindet sich auch das Gedenkzentrum „Lipa pamti"
(Lipa erinnert), eine Außenstelle des Schifffahrts- und Geschichtsmuseums des
Kroatischen Küstenlandes Rijeka, die dem Leiden von Lipa am 30. April 1944
gewidmet ist. Jedes Jahr am 30. April findet die Gedenkveranstaltung „Lipa
pamti" statt – zu Ehren der Opfer und als dauerhafte Mahnung an das
Verbrechen sowie an die Kraft des Lebens.
Web Page Memorijalni centar Lipa pamti (Gedenkstätte
Siedlung Lipa): https://ppmhp.hr/en/lipa/about-the-centre/
Schifffahrts- und Geschichtsmuseum des Kroatischen Küstenlandes Rijeka –
Virtueller Rundgang durch Lipa: https://ppmhp.hr/360-setnja-lipom/



